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19. December 2011 – In this note the Meijers Committee expresses its understanding for the concerns of Member States who are confronted with a large number of unsuccessful asylum applications, but it has doubts about the necessity of the proposal and observes that the proposal may place human rights at risk.

Unfortunately the Draft report and the explanatory memorandum of the Rapporteur are silent on the human rights effects of the proposal. The Meijers Committee recommends that these effects are explicitly taken into account in the debate and vote on the proposal which probably will take place in January.

The note is available here.

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 Strasbourg, 7 December 2011 – The Council of Europe Advisory Committee on the Framework Convention for the Protection of National Minorities today published its Third Opinion on “the former Yugoslav Republic of Macedonia”, together with the government’s Comments.

 Source: Council of Europe

 

 

4. August 2011 – In einem Schreiben an die mazedonische Regierung haben Vereine, die sich für die Rechte der Roma und der Flüchtlinge einsetzen, die jüngsten Maßnahmen der mazedonischen Regierung, scharf kritisiert, mit denen sie versucht, ihre BürgerInnen davon abzuhalten, im Ausland Asyl zu suchen. Als Reaktion auf den Druck von Seiten der EU, haben die mazedonischen Behörden mehrere Hundert mazedonische BürgerInnen an der Ausreise gehindert. Die Roma- und Flüchtlingsverbände werfen der Regierung einen Verstoß gegen die Menschenrechte vor.

In den vergangenen Monaten stellten Flüchtlingsverbände und SozialarbeiterInnen immer wieder fest, dass AsylbewerberInnen aus Serbien und Mazedonien noch vor Abschluss ihres Asylverfahrens in ihre Länder zurückreisten. Als Grund für den plötzlichen Abbruch des Verfahrens, erklärten sie, dass sie Angst hätten, nach ihrer Rückkehr bestraft zu werden. In jüngster Zeit mehrten sich die Hinweise, dass die mazedonischen Behörden, Roma unter dem Vorwand, dass sie im Ausland Asyl beantragen wollten, an der Ausreise hinderten.

Ende Juni gab die mazedonischen Justizministerin Gordana Jankulovska anlässlich des sogenannten Salzburg Forum, das die InnenministerInnen von acht mittel- und osteuropäischen Staaten zusammenbringt, bekannt, dass die mazedonischen Behörden, zwischen dem 29. April und dem 27. Juni, 764 mazedonische BürgerInnen an der Grenze zurückgeschickt hatten. Kurz vor dem Treffen, hatte sie erklärt, dass Personen, denen die Ausreise verwehrt würde, ein Stempel in den Pass erhalten würden. Dies sei ein „klares Zeichen an unsere KollegInnen an den anderen Grenzübergängen, dass diese Personen zusätzlich kontrolliert werden müssten“. Damit sollten, so die Ministerin, diese Personen davon abgehalten werden, die Visafreiheit zu missbrauchen und Mazedoniens Ansehen im Ausland zu schaden.

Roma, die nach Mazedonien abgeschoben wurden, berichteten, dass sie ihre Sozialhilfe eingebüßt haben. Mazedonische Romaverbände, die in die öffentliche Informationskampagne der Regierung eingebunden wurden, deren Ziel es ist, die Zahl der AsylbewerberInnen im Ausland zu reduzieren, berichteten, sie hätten ihre KlientInnen davor gewarnt, dass sie ihre Sozialhilfe und Gesundheitsversorgung verlieren könnten, und dass ihnen der Pass entzogen werden könnte. Mazedonische Medien berichteten, die Romaverbände seien von der Regierung beauftragt worden, die Roma davor zu warnen, dass sie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden könnten, falls sie im Ausland Asyl beantragen würden.

Tatsächlich hat die mazedonische Regierung, in den vergangenen Monaten, mehrere Versuche unternommen, die Auswanderung zu kriminalisieren. Im Juli stellte der ausscheidende Justizminister, Antonio Milošoski, ein Gesetzesvorhaben vor, dessen Ziel es ist, den Missbrauch der Visafreiheit als neuen Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufzunehmen. Mit diesem Vorschlag würden ReiseveranstalterInnen, die Personen befördern, die anschließend in der EU Asyl beantragen, oder nicht nach Mazedonien zurückkehren, eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren riskieren, sogar wenn sie nicht über Absichten dieser Personen informiert waren. Der Minister kündigte eine weitere Reform an, die es den mazedonischen Behörden ermöglichen soll, abgelehnten AsylbewerberInnen und Personen, die nach Mazedonien abgeschoben würden, den Pass zu entziehen.

In ihrem Schreiben weisen die Flüchtlings- und Menschenrechtsvereinigungen darauf hin, dass diese Maßnahmen nicht nur verfassungswidrig sind, sondern auch gegen international Menschenrechte verstoßen. Sie erinnern die mazedonische Regierung daran, dass das Recht auf Bewegungsfreiheit, das das Recht für jede Person beinhaltet, jedes Land, einschließlich das eigene zu verlassen, durch internationale Abkommen geschützt ist, die auch Mazedonien unterzeichnet hat.

Sie weisen ausserdem darauf hin, dass es weder eine Gesetzesgrundlage, noch Kriterien gibt, auf Grund derer Personen an der Ausreise gehindert werden können. Sie heben außerdem hervor, dass das Recht auf Bewegungsfreiheit, das Recht auf den Besitz eines Passes einschließt, und dass dieses Recht nur unter ganz bestimmten Bedingungen eingeschränkt werden kann. Schließlich warnen sie davor, dass die Tatsache, dass in jüngster Zeit nur wenige mazedonische BürgerInnen Asyl erhalten haben, nicht bedeutet, dass mazedonische BürgerInnen nicht das Recht hätten, im Ausland Asyl zu beantragen. In diesem Zusammenhang weisen sie darauf hin, dass internationale Organisationen einschließlich der EU Kommission nach wie vor über die weitverbreitete Diskriminierung der Roma in Mazedonien und ihre gesellschaftliche Ausgrenzung besorgt sind. Aus diesem Grund zeigen sie sich besonders besorgt, dass die jüngsten Maßnahmen der mazedonischen Regierung insbesondere Roma treffen.

Die Vereinigungen fordern die mazedonische Regierung auf, Maßnahmen zu unterlassen, die gegen internationales Menschenrecht verstoßen. Sie rufen sie dazu auf, statt dessen, gegen Armut und Diskriminierung vor zugegehen, die die Roma dazu führen, im Ausland Asyl zu suchen. Schließlich fordern sie die Regierung auf, die Romaflüchtlinge aus dem Kosovo, die seit ihrer gewalttätigen Vertreibung aus dem Kosovo, in Ungewissheit leben, einen dauerhaften Aufenthaltsstatus in Mazedonien zu geben.

Chachipe a.s.b.l.

4 August 2011 – In a letter to the Macedonian government, refugee and Roma rights organisations have expressed concerns that the recent measures which have been taken in order to prevent Macedonian citizens from seeking asylum in the EU would violate basic human rights principles. In a move to diffuse pressures from the side of the European Union, the Macedonian authorities have recently kept several hundred Macedonian citizens from leaving their country.

Over the last few months, refugee organisations and professionals working with asylum seekers noticed that asylum seekers from Serbia and Macedonia would suddenly drop their application and return to their home country citing fears of punishment. More recently, evidence appeared that the Macedonian authorities kept Roma from leaving Macedonia under the pretence that they would apply for asylum abroad.

According to a statement made by the Macedonian Minister of Interior, Gordana Jankulovska, at the so-called Salzburg Forum, which brings together the Ministers of Interior of eight Central and Eastern European States, 764 Macedonian citizens were prevented from leaving Macedonia between April 29th and June 27th. Prior to this meeting, she declared that the persons, who would be rejected at the Macedonian border, would have their passports stamped as a “clear sign to our colleagues at the other border crossings that these persons need to be subjected to additional controls.” She added that the purpose of this measure was to prevent these people from abusing the visa-free system and damage Macedonia’s reputation abroad.

Roma who were deported to Macedonia claimed that they lost their social benefits upon their return. Macedonian Roma NGOs, which have been enrolled as part of the government’s campaign to curb the number of asylum seekers, reported warning their clients that they would risk losing their social benefits and health coverage and might even be issued a travel ban. According to Macedonian media reports, the same NGOs were given the task of informing the Roma constituency that they might face imprisonment upon their return.

Indeed, the Macedonian government has made several attempts to criminalise emigration. In July, the former Minister of Justice, Antonio Milošoski, presented a draft proposal for a reform of the criminal code aimed at introducing the abuse of the visa-free regime within the EU as a criminal offense. Accordingly, travel companies and tour operators, who would transport persons, trying to stay in the EU, would face imprisonment of up to five years, even if they were unaware of these persons’ intentions. The same minister also announced another law reform, which would enable the Macedonian authorities to deprive failed asylum seekers and returned migrants of their passports.

According to the NGOs, these measures are not only in contradiction with the Macedonian constitution, but also violate basic principles of international human rights. They remind the Macedonian government that freedom of movement, which includes the right of every person to leave every country including his or her own, is protected by several international conventions and treaties, which Macedonia has subscribed to.

They highlight the absence of a legal basis and criteria upon which people are prevented from travelling. They also point out that the freedom of movement is concomitant with the right to have a passport, which can only be restricted under very specific conditions. They also warn that although only a few Macedonian citizens have been granted asylum recently, it does not imply that these citizens do not have the right to seek asylum. In this context, the NGOs point out that international organisations including the EU Commission have remained concerned about the widespread discrimination of Roma in Macedonia and their social marginalization. They also express concerns about the discriminatory character of the governmental measures as Roma are the most targeted.

The NGOs call on the Macedonian government to refrain from any measures which are not in accordance with international human rights law. Instead, they invite the government to combat poverty and discrimination as the root causes for Roma to apply for asylum. Finally, the NGOs ask the Macedonian government to integrate the Kosovo Roma refugees who have been kept in limbo since their violent expulsion from Kosovo, more than twelve years ago.

Chachipe a.s.b.l.

Tabanovce border crossing between Macedonia and Serbia: This where the trip for many Macedonian Roma ends

París, 15 de diciembre 2010 – La supresión de la obligatoriedad de visa “Schengen” -para estancias inferiores a tres meses para los nacionales de Bosnia-Herzegovina y Albania- es un hito para los ciudadanos de ambos Estados. Esta decisión, adoptada el 8 de noviembre por el Consejo de la Unión, y aprobado por el Parlamento Europeo, será efectiva a partir del 15 de diciembre de 2010. Las asociaciones firmantes expresan, sin embargo, su profunda preocupación por las reservas formuladas por el Consejo de la Unión que prevé un seguimiento regular, por la Comisión Europea, de las reformas de las políticas migratorias, y la posibilidad de reinstaurar la obligación de visado en caso de “afluencia masiva” de nacionales de estos países.

En los últimos meses, representantes de la Comisión y del Consejo europeos han instado a las autoridades de los países de los Balcanes a reforzar el control de los flujos migratorios, y en particular los “motivos” de salida de sus conciudadanos. Esta exigencia, contraria a los principios contenidos en diversos textos internacionales, está relacionada con un aumento del número de solicitudes de asilo de ciudadanos de Serbia y Macedonia en varios países de la Unión Europea, una vez que estos países se han beneficiado de la exención de visado desde diciembre de 2009. En respuesta a la demanda, las autoridades locales se han comprometido a reforzar la vigilancia de sus fronteras y llevar a cabo controles de cara a impedir la salida de personas susceptibles de pedir asilo, o de lo contrario, esta exención podrá ser revocada.

Este nuevo endurecimiento de las políticas de inmigración de la Unión Europea recuerda que esta última ya ha condicionado el levantamiento de la obligación de visado para estos países a la firma de acuerdos comunitarios de readmisión, que entraron en vigor en enero de 2008, que forman parte de la panoplia de acuerdos que la UE impone a sus socios. Al introducir procedimientos acelerados, los acuerdos de readmisión fragilizan las garantías que normalmente deben concederse a los solicitantes de asilo como el principio de no devolución. De hecho, por este procedimiento, la persona detenida en el momento de cruzar irregularmente la frontera debe ser devuelta al país de origen en un plazo máximo de dos días.

La nueva iniciativa de la Unión Europea, que podría convertirse en un modelo para futuros acuerdos, vuelve a pedir a las autoridades de esos Estados que impidan la salida de sus nacionales que se consideran víctimas de la persecución en su propio país, violando de esta manera los principios de la Convención de Ginebra sobre el Estatuto de los Refugiados y los de la Declaración Universal de Derechos Humanos, que establece en su artículo 13 que “toda persona tiene derecho a salir de cualquier país, incluso del propio, y a regresar a su país. ”

Al tratarse en su mayoría de personas pertenecientes a minorías étnicas, las asociaciones denuncian el doble discurso de las instituciones europeas que, por una parte, continúan criticando la discriminación que sufren, y, por otra, se niegan a concederles protección. Dado que la iniciativa de la Unión Europea está directamente relacionada con la llegada, a su territorio, de población romaní de Serbia y Macedonia, las asociaciones firmantes se preocupan por la señal dada a las autoridades de estos países y a un sector de su población, de que la población gitana no es bienvenida. Los países de los Balcanes están todavía fuertemente marcados por los efectos de la guerra y las tensiones interétnicas. Casi medio millón de personas desplazadas en la región, principalmente en Serbia, están -casi todas- desprovistas de sus derechos fundamentales.

Las asociaciones firmantes hacen por tanto un llamamiento a la Unión Europea para que garantice el respeto de los derechos de los refugiados internos y de los nacionales de estos países que deseen solicitar asilo en un Estado miembro de la UE.

Paris, 15 décembre 2010 – La levée de l’obligation de visa « Schengen » – pour des séjours d’une durée inférieure à trois mois pour les ressortissants de Bosnie-Herzégovine et d’Albanie – est une étape importante pour les citoyens de ces deux Etats. Cette décision, adoptée le 8 novembre dernier par le Conseil de l’Union, et approuvée par le Parlement européen, sera effective à partir du 15 décembre 2010. Les associations soussignées expriment toutefois leurs vives inquiétudes face aux réserves formulées par le Conseil de l’Union qui prévoit un suivi régulier, par la Commission européenne, des réformes des politiques migratoires, et la possibilité de réinstaurer l’obligation de visa en cas d’ « affluence massive » de ressortissants de ces pays.

Au cours des derniers mois, des représentants de la Commission et du Conseil européens ont exhorté les autorités publiques des pays des Balkans à renforcer le contrôle des flux migratoires, et notamment les « motifs » de départ de leurs concitoyens. Cette exigence, contraire aux principes prévus dans certains textes internationaux, est liée à une augmentation du nombre de demandes d’asile de ressortissants serbes et macédoniens dans plusieurs pays de l’Union européenne, alors que ces pays ont bénéficié de l’exemption de visa depuis décembre 2009.

Répondant à l’appel, les autorités locales ont promis de renforcer la surveillance de leurs frontières et de procéder à des contrôles ciblés visant à empêcher le départ de personnes susceptibles de demander l’asile, à défaut de quoi, cette exemption pourra être remise en cause. Ce nouveau durcissement des politiques migratoires de l’Union européenne rappelle que cette dernière a déjà conditionné la levée des visas à l’obligation pour ces pays de conclure des accords communautaires de réadmission entrés en vigueur en janvier 2008, qui font désormais partie de la panoplie des accords que l’Union impose à ses partenaires. Introduisant des procédures accélérées, les accords de réadmission fragilisent les garanties qui doivent normalement être accordées aux demandeurs d’asile comme le principe de non refoulement. En effet, par cette procédure, la personne interpellée au moment de franchir irrégulièrement la frontière doit être renvoyée vers le pays de provenance dans un délai maximum de deux jours.

La nouvelle initiative de l’Union européenne, qui pourrait devenir un modèle pour des accords futurs, revient à demander aux autorités de ces États d’empêcher le départ de leurs ressortissants qui s’estiment victimes de persécutions dans leur propre pays, violant ainsi les principes de la Convention de Genève relative au statut des réfugiés et ceux de la Déclaration universelle des droits de l’Homme qui énonce dans son article 13 que « toute personne a le droit de quitter tout pays, y compris le sien, et de revenir dans son pays ».

S’agissant pour la plupart de personnes appartenant à des minorités ethniques, les associations relèvent le double discours des institutions européennes qui d’une part, continuent de critiquer les discriminations qu’elles subissent, et d’autre part refusent de leur accorder une protection. Etant donné que l’initiative de l’Union européenne est directement liée à l’arrivée, sur son territoire, de Roms de Serbie et de Macédoine, les associations signataires s’inquiètent ainsi du signal donné aux autorités de ces pays et à une frange de leur population, que les populations Roms ne sont pas les bienvenues. Les pays des Balkans sont encore fortement marqués par les effets de la guerre et les tensions interethniques. Près d’un demi-million de personnes déplacées à l’intérieur de la région, principalement en Serbie, sont – pour la quasi-totalité – dépourvues de leurs droits élémentaires.

Les associations signataires lancent par conséquent un appel à l’Union européenne afin qu’elle veille au respect des droits de ces réfugiés internes, et des ressortissants de ces pays qui souhaitent demander l’asile dans un État membre de l’UE.

Signataires : Chachipe a.s.b.l. – Migreurop – Réseau Trans Europe Experts

Roma in Serbien und Mazedonien klagen zu Recht über unwürdige Lebensbedingungen

20. Dezember 2010 – Die Flüchtlingsräte, PRO ASYL, Chachipe und weitere Roma- und Unterstützervereine[1] begrüßen die Aufhebung der Visumspflicht für BürgerInnen Bosnien-Herzegowinas und Albaniens in den Schengen-Vertragsstaaten, die am 15. Dezember 2010 in Kraft getreten ist. Sie bildet einen wichtigen Schritt in der Annäherung dieser beiden Staaten an die Europäische Union. Umso mehr sind wir über die Vorbehalte besorgt, die der Rat der Europäischen Union anlässlich seiner Entscheidung am 8. November formuliert hat.

Als Reaktion auf einen Anstieg der Flüchtlingszahlen in mehreren Ländern der EU, die im wesentlichen auf eine Erhöhung der Asylanträge durch serbische und mazedonische Staatsangehörige zurückgeht, haben VertreterInnen der Kommission und der belgische Ratsvorsitz die Balkanstaaten in den vergangenen Monaten besucht und die Regierungen aufgefordert zu verhindern, dass die BürgerInnen dieser Staaten die Aufhebung der Visumpflicht nutzen, um im Ausland Asyl zu beantragen. Die angesprochenen Regierungen beeilten sich zu betonen, dass Roma und andere ethnische Minderheiten an den ansteigenden Flüchtlingszahlen schuld seien, und versprachen, diesen angeblichen „Missbrauch“ des Asylrechts durch zusätzliche Kontrollen abzustellen.

Wir möchten daran erinnern, dass die EU die Aufhebung der Visumpflicht bereits von der Bereitschaft zur „Rücknahme“ unerwünschter Flüchtlinge abhängig gemacht hat. Die darüber hinaus gehende Aufforderung an die Staaten, ihre BürgerInnen gegebenenfalls an der Ausreise zu hindern, ist eine Aufforderung zum Bruch internationalen Rechts. Die Vorstellung, dass BürgerInnen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft an der Ausreise gehindert werden könnten, ist vor dem Hintergrund deutscher und europäischer Geschichte unerträglich.

Nach Dafürhalten auch der EU Kommission werden ethnische Minderheiten in Serbien und Mazedonien weiterhin diskriminiert und in der Ausübung ihrer Rechte eingeschränkt. Es ist zu befürchten, dass die Initiative der Europäischen Union den offenen und latenten Rassismus gegen Roma in diesen Ländern weiter verstärken wird, indem sie den Regierungen und der Bevölkerung dieser Staaten zu verstehen gibt, dass die Roma auch in Westeuropa nicht erwünscht und für Einschränkungen der Visumpflicht verantwortlich sind.

Angesichts der öffentlichen Diffamierung der Roma und anderer ethnischer Minderheiten aus Balkan-Staaten mit dem Begriff des „Asylmissbrauchs“ möchten wir daran erinnern, dass die jüngste Erhöhung der Anzahl von Asylanträgen durch BürgerInnen Serbiens und Mazedoniens vor allem auf die unerträgliche Lebenssituation vieler ethnischer Minderheiten und in diesem Zusammenhang vor allem auch darauf zurück zu führen ist, dass die Flüchtlingsfrage in diesen Ländern nach wie vor nicht gelöst ist. Bis heute leben circa 500 000 Menschen als Binnenflüchtlinge in der Region, zum Teil unter katastrophalen Bedingungen. Dies gilt insbesondere für die Roma aus dem Kosovo, für die elf Jahre nach dem Krieg immer noch keine Lösung gefunden wurde. Wir fordern die Europäische Union auf, zu einer dauerhaften Lösung der Flüchtlingsfrage beizutragen und die Staaten bei der Integration der Binnenflüchtlinge und Gewährleistung der Rechte der Minderheiten zu unterstützen.


[1] Förderverein Roma, Frankfurt am Main ; Roma Union Grenzland, Aachen, Romane Anglonipe, Hannover; Roma Support Project (im Netzwerk Flüchtlingshilfe und Menschenrechte e.V., Hannover), Projekt Roma Centre, Göttingen

Roma in Serbia and Macedonia rightly complain about inhuman living conditions

 20 December 2010 – The Refugee Councils, PRO ASYL, Chachipe and other Roma and support organisations[1] have welcomed the lifting of the visa obligation for citizens of Bosnia-Herzegovina and Albania in the Schengen countries. This has come into force, on 15 December 2010. This is an important step towards integration of these countries with the European Union. For these reasons, we are even more worried about the reservations that the Council of the European Union has expressed on the occasion of its decision. The Council’s decision was announced on the 8th of November 2010.

In reaction to the increase in the number of refugees in several EU member states, which goes back mainly to an increase in asylum applications filed by Serbian and Macedonian nationals, Commission representatives and representatives of the Belgian EU presidency visited the Balkan countries over the last few months and asked the governments to make sure that the citizens of these countries would not use the lifting of the visa requirement to ask for asylum abroad. The governments were swift to blame Roma and other ethnic minorities for the increase in the number of refugees and promised to put an end to the alleged “abuse” of the right to asylum by introducing further controls.

We would like to remind of the fact, that the EU has already made the lifting of the visa requirement conditional on the “readmission” by the countries of unwanted refugees. The request to the countries, to eventually keep their citizens from leaving their country is a request to break international law. The idea that citizens would eventually be hindered from leaving their country on the grounds of their ethnic background is unbearable to us against the background of German and European history.

According to the EU Commission, ethnic minorities continue to be discriminated against in Serbia and in Macedonia and are unable to a full enjoyment of their human rights. We are very much concerned that the current initiative of the European Union may reinforce the open and latent racism against Roma in these countries, as it makes the governments and population of these countries understand that Roma are also unwanted in Western Europe and that they are to be blamed for the restrictions to the visa liberalisation.

In view of the public defamation of Roma and other ethnic minorities from the Balkans, who have been accused of “abuse of the asylum system”, we would like to recall that the recent increase in the number of asylum applications of Serbian and Macedonian citizens has been caused mainly by the appalling living conditions of ethnic minorities and the fact that the refugee problem in these countries has not yet been resolved. About half a million people continue to live as so-called Internally Displaced Persons (IDPs) in the region, sometimes under terrible conditions. This is particularly the case for Kosovo Roma, for whom a durable solution has not yet been found, even when eleven years have passed since the war ended. We call upon the EU to contribute to a durable solution to the refugee problem and to support the states in their effort towards integration of IDPs and the protection of minority rights.


[1] Förderverein Roma, Frankfurt am Main ; Roma Union Grenzland, Aachen, Romane Anglonipe, Hannover; Roma Support Project (in the network Flüchtlingshilfe und Menschenrechte e.V., Hannover), Projekt Roma Centre, Göttingen

Romi u Srbiji i Makedonija imaju pravo kada se žale na neljudske uslove života

20. decembar 2010 – Izbeglički saveti, PRO ASYL, Chachipe i druge romske organizacije[1] pozdravljaju ukidanje viza za za zemlje Šengena građanima Bosne i Hercegovine i Albanije, koji je stupio na snagu 15. decembra 2010. Ovo je početni korak u približavanju tih zemalja Evropskoj uniji. Iz tih razloga, mi smo još više zabrinuti zbog rezervacija koje je Savet Evropske Unije  saopštio povodom svoje odluke, 8. decembra.

U reakciji na povećanje broja izbeglica u nekoliko zemalja članica EU, koja se odnosi uglavnom na povećanje zahteva za azil koji su podneli srpski i makedonski državljani, predstavnici Komisije i predstavnici belgijskog predsedništva Evropskom Unijom posetili su balkanske zemlje tokom poslednjih nekoliko mjeseci i tražili od vlada da osiguraju da građani ovih zemalja ne koriste ukidanje viza za zatraženje azila u inostranstvu. Vlade su hitro okrivile Rome i ostale etničke manjine za povećanje broja izbeglica i obećale da će stati na kraj navodnoj zloupotrebi prava na azil uvođenjem dalje kontrole.

Želeli bismo da podsetimo a je EU već uslovio ukidanje viza readmisijom neželjenih izbeglica. Zahtev da zemlje eventualno spreče svoje građane da napuštaju zemlju je zahtev za kršenjem međunarodnog  prava. Ideja da bi građani mogli bit sprečeni da napuste svoje zemlje radi svoje etničke pripadnosti je nepodnošljiva u okviru nemačke i evropske istorije.

Prema Evropskoj Komisiji, etničke manjine i dalje će biti diskriminisane u Srbiji i Makedoniji, i nisu u prilici da uživaju svoja puna prava. Mi smo jako zabrinuti da trenutna inicijativa Evropske Unije može da izazove otvoreni i latentni rasizam protiv Roma u tim zemljama, kako to čini da vlada i stanovništvo tih zemalja veruju da su Romi nepoželjni u zapadnoj Evropi i da su odgovorni za ograničenja liberalizacije viznog režima.

S obzirom na javno klevetanje Roma i drugih nacionalnih manjina s Balkana, koji su optuženi da, zloupotrebljavaju sistem azila,  želeli bismo da podsetimo da je nedavni porast broja zahteva za azil od strane srpskih i makedonskih građana uzrokovan uglavnom groznim uslovima života nacionalnih manjina i činjenicom da problem izbeglica u tim zemljama još uvek nije rešen. Oko pola miliona ljudi i dalje žive kao takozvana interno raseljena lica (IRL) u regiji, ponekad u strašnim uslovima. To je naročito slučaj za kosovske Rome, za koje trajno rešenje još nije pronađeno, jedanaest godina nakon završetka rata. Pozivamo EU da doprinese trajnom rešenju izbegličkog pitanja i podršci države integraciji raseljenih osoba i zaštiti manjinskih prava.


[1] Förderverein Roma, Frankfurt am Main ; Roma Union Grenzland, Aachen, Romane Anglonipe, Hannover; Roma Support Project (u mrezi Flüchtlingshilfe und Menschenrechte e.V., Hannover), Projekt Roma Centre, Göttingen

adopté par le MG-S-ROM suite à sa 27e réunion à Séville (Espagne)

Le Comité d’experts sur les Roms et les Gens du voyage (MG-S-ROM),

Rappelant son avis sur la Recommandation 1633 (2003) de l’Assemblée parlementaire du 6 avril 2004 sur les retours forcés des Roms originaires de «l’ex-République yougoslave de Macédoine», y compris du Kosovo, en Serbie-Monténégro, en provenance d’Etats membres du Conseil de l’Europe, et son avis sur la Recommandation 1708 (2005) sur l’Assemblée parlementaire sur la situation actuelle au Kosovo, ainsi que la réponse du Coordinateur du Conseil de l’Europe pour les activités concernant les Roms à cette même recommandation de l’APCE, qui datent tous deux de juillet 2005 ;

Gardant à l’esprit la position prise en juin 2006 par le HCR sur les besoins persistants des individus au Kosovo en matière de protection internationale, selon laquelle « les Roms et les Serbes ont besoin de la protection internationale et leur retour au Kosovo ne saurait être que volontaire » ;

Gardant à l’esprit l’appel que le Commissaire aux droits de l’homme du Conseil de l’Europe a fait aux gouvernements en Europe afin d’éviter les retours forcés au Kosovo et d’accorder aux personnes originaires du Kosovo, au minimum, l’autorisation de résider dans le pays jusqu’à ce que les conditions au Kosovo leur permettent d’y retourner en toute sécurité, ainsi que la déclaration du Commissaire suivant sa visite au Kosovo en mars 2009 : « Ces expulsions doivent encore être évitées et, dans la situation actuelle, je ne pense pas qu’il faille exercer de pressions sur les autorités locales pour qu’elles acceptent ces retours forcés » ;

Considérant les accords de réadmission signés entre l’Union européenne et plusieurs gouvernements des Balkans et prenant note également de l’appel lancé en octobre 2007 par le Forum européen des Roms et des Gens du voyage, d’un moratoire d’au moins deux ans sur la mise en œuvre des parties des accords de réadmission concernant le retour ;

Rappelant les conclusions de la Conférence régionale sur les solutions durables pour les réfugiés roms, les personnes déplacées à l’intérieur de leur propre pays et les personnes rapatriées dans les Balkans, organisée par le Conseil de l’Europe, en particulier son Assemblée parlementaire, et les autorités serbes, au Parlement de Serbie (Belgrade) les 29 et 30 octobre 2007, qui disent notamment que « Pour que les solutions soient durables, le retour de tous les réfugiés et personnes déplacées, y compris les Roms réfugiés et déplacés à l’intérieur de leur pays, devrait être volontaire et réalisé dans la sécurité et la dignité, sans crainte de harcèlement, de discrimination, de détentions arbitraires et de menaces physiques et matérielles» ;

Gardant à l’esprit les conclusions des Tables rondes internationales sur les enjeux et les perspectives d’intégration durable des Roms, Ashkali et Egyptiens du Kosovo dans les pays d’accueil et au Kosovo même, organisées à Vienne en octobre 2008 et à Pristina en février 2009 par le Projet sur les relations ethniques (PER) avec le soutien du Bureau pour les institutions démocratiques et les droits de l’homme de l’OSCE, qui énoncent entre autres que « les politiques de retour forcé appliquées par les pays d’accueil sont inefficaces et inapplicables dans la mesure où de nombreux rapatriés de force quittent le pays très vite après leur retour » ;

Considérant le fait que de nombreux Roms du Kosovo ont passé déjà plus de dix ans dans les pays d’accueil où ils ont commencé une nouvelle vie, et que leurs enfants sont scolarisés dans les écoles de ces pays et peuvent avoir perdu tout lien avec la langue de la région d’origine de leurs parents et prenant note des bonnes pratiques de certains Etats membres, tels que l’Allemagne et la Suisse, qui délivrent des titres de séjour dans certaines circonstances au cas par cas et sur la base des lois nationales portant sur l’asile et la migration de chaque pays d’accueil;

Gardant à l’esprit que les rapatriés peuvent être considérés comme des « étrangers » et donc soumis à la discrimination ;

Considérant le fait que certains Roms d’Europe du sud-est ont, de facto, un statut d’apatride pouvant les empêcher de jouir des mêmes droits que les autres citoyens dans leur pays d’origine s’ils n’acquièrent pas la nationalité de cet Etat;

Gardant à l’esprit l’obligation des autorités pertinentes selon la Résolution 1244 du Conseil de Sécurité des Nations Unies de mettre en application les principes du pluralisme et du respect des droits de l’homme et des libertés ainsi que la prééminence du droit et leur responsabilité de promouvoir et faciliter un retour sûr et digne des réfugiés et des personnes déplacées à l’intérieur de leur pays ;

Gardant à l’esprit le document de l’UNMIK sur la “politique de réadmission” daté du 1er janvier 2008 en tant que procédure uniforme pour la mise à exécution des retours forcés vers le Kosovo qui s’appuie sur l’origine du Kosovo et non pas l’ethnicité;

Considérant la DECISION N. 575/2007/CE DU PARLEMENT EUROPEEN ET DU CONSEIL portant création du Fonds européen pour les réfugiés pour la période 2008- 2013 dans le cadre du programme général « Solidarité et gestion des flux migratoires» ;

Rappelant que, dans le cadre du processus de réadmission, tous les programmes d’intégration pertinents devraient être financés;

Tout en reconnaissant qu’il y a eu certaines améliorations au Kosovo et en Europe du sud-est en ce qui concerne les communautés roms, le MG-S-ROM est d’avis que :

– suivant les droits fondamentaux de chaque personne et suivant l’avis concordant, entre autres dans les Etats membres de l’UE, qu’un Kosovo multi-ethnique doit être préservé, les réfugiés et les personnes déplacées à l’intérieur de leur pays, y compris les Roms, originaires de Kosovo doivent avoir la vraie possibilité d’y retourner ;

– étant donné la situation encore fragile au Kosovo, toute demande d’asile des Roms du Kosovo doit être soigneusement examinée au cas par cas par les autorités nationales conformément au droit national et international. Tous les demandeurs d’asile doivent avoir accès à une procédure d’asile équitable et efficace, et notamment au droit de faire appel pour les demandeurs dont la demande d’asile a été rejetée ;

– les Etats membres ne doivent pas créer une situation de déplacement secondaire en envoyant les Roms du Kosovo dans d’autres régions d’Europe du sud-est, surtout compte tenu des ressources limitées actuellement disponibles pour une bonne intégration des nouveaux rapatriés. Les nouveaux retours dans cette région pourraient saper les efforts déployés actuellement par les autorités pour intégrer les populations roms locales et les demandeurs d’asile et réfugiés roms du Kosovo déjà présents sur leur territoire ;

– les gouvernements d’Europe du sud-est devraient accélérer le processus de mise en œuvre des programmes, stratégies et plans d’action visant à mieux intégrer leurs communautés roms, et notamment les réfugiés, rapatriés ou personnes déplacées. Ils devraient allouer des ressources budgétaires à la mise en place de cadres institutionnels et de mécanismes adéquats pour faire face aux problèmes des réfugiés, personnes déplacées et rapatriés roms, ainsi que renforcer les capacités administratives et institutionnelles au niveau national et local ;

– le processus de retour des personnes sur la base des accords de réadmission devrait être mené avec transparence, notamment en informant ces personnes sur les conditions du retour, conformément aux normes internationales en matière de droits de l’homme ;

– les autorités des Etats membres et les organisations participant au retour des Roms au Kosovo devraient prendre toutes les mesures nécessaires pour veiller à ce que les retours soient menés essentiellement sur base volontaire, sans heurt, progressivement et dans la dignité, en coopération avec les autorités pertinentes selon la Résolution 1244 du Conseil de Sécurité des Nations Unies.

Source: Conseil de l’Europe: Comité des Ministres : Documents CM : CM(2009)99 8 juin 20091

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