am 27. August 2010, 19 Uhr

im Haus am Westbahnhof, An 44 Nr. 40 a, 76829 Landau

Zum aktuellen Kultursommer-Motto „Grenzen überschreiten“ stehen die Roma als größte europäische Minderheit im Mittelpunkt. Seit dem Ende des Kalten Krieges und der Öffnung der Staaten Mittel- und Osteuropas konnten dort teilweise menschen- und minderheitenrechtliche Mindeststandards und Elemente gesellschaftlicher und politischer Teilhabe durchgesetzt werden. Trotzdem ist die Lage der Roma in weiten Teilen von extremer Verarmung, Diskriminierung und rassistischer Gewalt geprägt. Im Zuge der Ost-West-Migration seit 1990 sind in zahlreichen Staaten Westeuropas rassistisch motivierte Gewalt und Diskriminierung gegenüber Roma und Sinti deutlich angestiegen. Was aber lässt Roma länderübergreifend zum Ziel von öffentlicher Diffamierung durch Politik und Medien bis hin zu rassistischen Übergriffen bis zum Mord werden?

Es diskutieren Frau Karin Waringo, Politologin und Südosteuropaexpertin, Herr Markus End, Zentrum für Antisemitismusforschung, Herr Muhamet Sahiti, Dirigent und künstlerischer Leiter eines Roma-Orchesters und Herr Kadri Mumisi, Journalist. Moderation Jacques Delfeld, Vorsitzender Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz.

Redebeitrag Chachipes

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