6. Juni 2009 – Eine der außenpolitischen Prioritäten der Republik Serbiens auf dem Weg in die EU und zur „Weißen Schengener Liste“ ist die Verhinderung illegaler Migrationen und die Aufnahme von Personen, die aufgrund bilateraler Abkommen über Rückführung nach Serbien zurückgesandt werden. Seit dem 01. Januar 2008, als das Abkommen in Kraft getreten ist, sind nach Serbien 586 Personen zurückgesandt worden, die meisten aus Deutschland, der Schweiz und Schweden. Ein Bericht von Djuro Malobabic.

In der nationalen Struktur der Rückkehrer sind Roma die zahlreichsten – 149. Es folgen 61 Serben, während sich die restlichen nicht deklariert haben. Für die bestmögliche Integration der Rückkehrer in die Gesellschaft in Serbien wurde ein Büro für sie erstellt. Vertreter des Büros hatten bisher Kontakt mit insgesamt 355 der Rückkehrer. In Zusammenarbeit mit dem Kommissariat für Flüchtlinge wurden 7 ehemalige Kollektivzentren für Flüchtlinge in Zentren für Aufnahme der Rückkehrer umgewandelt.

Den Angaben der Polizei zufolge hat Serbien in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 774 Anträge für Rückführung seiner Bürger bekommen, die illegal im Ausland sind, wovon 109 zurückgebracht wurden, erklärte Rade Dubajic, Vertreter des Teams für Reintegration der Rückkehrer. Dubajic sagte, dass es keine genaue Zahl der Rückkehrer gibt, da es nicht an allen Grenzübergängen Büros für Rückführung gibt. Er sagte, dass von den 109 Rückkehrern 77 aus der Schweiz kommen, 12 aus Kroatien und sieben aus Dänemark. Dubajic betonte, dass man auch ein Informationsblatt für die Rückkehrer vorbereitet, damit sie einfacher ihre Rechte realisieren können, wie auch, dass der Geldmangel für Projekte für Hilfe für die Rückkehrer ein großes Problem ist.

Quelle: Radio Srbija