Obwalden, 22 April 2009 – Die Mutter und drei Kinder einer Roma-Familie, die im Herbst 2008 untergetaucht waren, sind in den Kosovo zurückgeführt worden. Das Asylgesuch der Familie war 2007 abgelehnt worden.

Wie die Obwaldner Behörden am Mittwoch mitteilten, war die Familie vor zehn Jahren in die Schweiz eingereist. Ihr Asylgesuch wurde zwar abgelehnt, aber wegen des Kosovo-Krieges wurde eine vorläufige Aufnahme gewährt. Diese hob das Bundesamt für Migration allerdings im Juni 2007 auf, wodurch die Famile hätte ausreisen müssen.

Die Familie rekurrierte daraufhin mehrmals erfolglos. Die Familie habe sich «trotz grossen Anstrengungen der involvierten Behörden als nicht integrierbar» erwiesen, heisst es im der Medienmitteilung. Die Eltern der sechs Kinder seien wiederholt straffällig geworden.

Während der Vater sich noch immer im Strafvollzug befindet, tauchte die Mutter mit den Kindern Ende Oktober 2008 unter. Vergangene Woche wurde sie mit drei Kindern im Kanton Baselland aufgegriffen. Inzwischen wurde die Rückführung in den Kosovo vollzogen – laut Mitteilung ohne polizeiliche Begleitung.

Die Rückführung des Vaters sowie der drei übrigen Kinder steht noch aus.

Quelle: Zisch