30 March 2008 – According to an article published in the today’s issue of the Mitteldeutsche Zeitung, a sick Romani woman from Kosovo awaits to be deported to Serbia tomorrow. The woman who has been living in Germany for ten years has been placed in detention on 13 March.

According to refugee organisations she suffers from severe depression and traumas. They ask for her immediate release and the issueing of a regular residence permit.

Romano Them

Kranker Frau droht Abschiebung

Regensburg, 30. März 2008 – Einer schwer kranken Frau, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt, droht die Abschiebung. Die Flüchtlingsfrau sitzt seit 13. März in Abschiebehaft und soll morgen nach Serbien – obwohl sie sehr gut Deutsch spricht und voll integriert ist. Das Regensburger Flüchtlingsforum macht sich stark für den Verbleib der Frau. Sie leide unter starken Depressionen, sei durch schwere Misshandlungen traumatisiert und vertrage keine Nähe zu Menschen. In der JVA ist sie mit sechs Frauen untergebracht, die wegen Drogenkonsums inhaftiert sind, schildert Marion Puhle vom Flüchtlingsforum. „Dieser Zustand in der JVA ist für Frau J. unerträglich.”

Frau J. ist im Kosovo geboren, lebte nur sechs Monate in Serbien und reiste mit gültigem Visum nach Deutschland ein. Jetzt soll sie in ein Drittland: Frau J. ist kosovarische „Roma”, darf deshalb nicht in den Kosovo. In Serbien gelten die „Roma” als Minderheit und sind vor Diskriminierung und Verfolgung nicht geschützt, so Marion Puhle. „Aufgrund ihrer schweren psychischen Erkrankung hätte Frau J., die in Serbien über keinerlei soziale Kontakte verfügt, keine Überlebenschance.”

„Die Unmenschlichkeit, die Frau J. derzeit widerfährt, ist selbst für uns ein unerträglicher Zustand”, so Puhle. Das Regensburger Flüchtlingsforum und der Bayerische Flüchtlingsrat fordern die sofortige Freilassung aus der Abschiebehaft und ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht für die Frau.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

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