Belgrad, 28. Januar 2008 – Die Leitung der UN-Mission im Kosovo (UNMIK) hat die Evakuierung von Familien seiner Mitarbeiter aus der abtrünnigen serbischen Provinz angeordnet, berichtet am Montag die Pristinaer Zeitung “Koha Ditore” unter Berufung auf Quellen bei der UNMIK.Grund für diese Entscheidung seien die baldige Erklärung der Unabhängigkeit des Kosovo und mögliche Unruhen, so “Koha Ditore” weiter.

Die UN-Mission hat diese Information weder bestätigt noch dementiert. Ein Sprecher der Kosovo-Polizei sagte der Zeitung, ihm lägen keine Angaben über eine Evakuierung vor.

Das Kosovo mit überwiegend albanischer Bevölkerung gehört seit dem Angriff der NATO im Jahr 1999 formell zu Serbien, steht jedoch unter UN-Verwaltung. Die albanische Mehrheit fordert die Unabhängigkeit der Provinz. Serbien lehnt jede Form von Unabhängigkeit ab.

Die Kosovo-Albaner haben in der letzten Zeit regelmäßig mit der einseitigen Erklärung der Unabhängigkeit von Serbien gedroht. Die Entscheidung über den künftigen Status der Region ist im UN-Sicherheitsrat gescheitert.

Die UNMIK-Mission sorgt für die Sicherheit im Kosovo und steht den regionalen Verwaltungsbehörden bei. Sie zählt derzeit rund 2500 Mitarbeiter, von denen 2 000 Ortsansässige sind. Der Etat der Mission betrug in den Jahren 2006 und 2007 laut offiziellen Angaben rund 220 Millionen US-Dollar.

Quelle: RIA Novosti