In a press statement released on 18 January 2007, the organisation Rom e.V. asks the German government, which guarantees will be provided to Roma returning to Kosovo.

Rom e.V. refers in particular to the issue of compensation for lost property and physical and psychological damage and security guarantees. It also points out at the difficulties of material subsistence given the fact that Roma continue to be banned access to the labour market, health care system, and education.

Finally, the organisation asks the German government how it intends make sure that the perpetrators of racist crime against Roma will be brought before international justice:

“Nach dem Einmarsch der Nato in den Kosovo 1999 begann die albanische “UCK” unter den Augen, vor allem von US-, deutschen und englischen Soldaten, mit der systematischen ethnischen Vertreibung von Hunderttausenden nichtalbanischer Menschen – neben den Serben waren dies Gorani, Türken und Juden und vor allem die größte dieser nichtserbischen Gruppen, die Roma und andere als “Zigeuner” geltende Menschen wie Aschkali und Ägypter.

Das Programm der UCK -Führer war der deutschen Politik seit langem bekannt: Schaffung eines “ethnisch reinen Kosovo”, in dem nur Albaner siedeln sollten (Die Welt 17.1.1986). Wie die Recherchen der Gesellschaft für bedrohte Völker Göttingen und des Rom e.V. Köln, ergaben, wurden fast 75% der Roma Opfer der Pogrome; viele wurden erschlagen, andere ertranken bei der Flucht über die Adria. 15.000 ihrer Häuser, ganze Romaviertel, wurden zerstört. Die meisten flohen vor den Mordbrennern und Plünderern ins Ausland, auch nach Deutschland.

Angesichts der bevorstehenden Unabhängigkeits-Erklärung des von der ehemaligen UCK dominierten Kosovo, die auch von Deutschland befürwortet und betrieben wird, fragen wir die Bundesregierung:

1. Wie werden Sie die Wiedergutmachung für die nach dem Nato-Einmarsch vertriebenen Menschen aus dieser Minderheit garantieren? Nämlich: die Restitution der Häuser und Grundstücke und des anderen Eigentums, sowie die Entschädigung für die Angriffe auf Leib, Seele und Leben und für den Verlust der Heimat.

2. Wie wollen Sie die Sicherheit von Eigentum und körperlicher Unversehrtheit der im Kosovo verbliebenen Angehörigen der Roma. Aschkali und Ägypter schützen, denen die Nato und die Unmik auch bisher keinen Schutz bieten konnten? Die Angriffe auf Roma und andere Nichtalbaner wie die Pogrome vom Frühjahr 2004 sind immer noch ungesühnt. Wie sollen die Roma existieren in einem Land, wo ihnen “der Zugang zum Arbeitsmarkt, zum Gesundheits- und Sozialwesen sowie zum Bildungssystem verwehrt” bleibt (Paul Polansky, Gesellschaft für bedrohte Völker Jan.2008). Auch wenn EU-und UNO-Behörden nach der Unabhängigkeit präsent sein werden, werden von der
albanischen Mehrheit dominierte Truppen und Polizei, Gerichte und Verwaltungen eingesetzt werden. Völlig ausgeblendet wird, dass die albanischen Institutionen im Kosovo nach dem Urteil internationaler Beobachter bis heute von organisierter Kriminalität durchsetzt sind.

3.    Wird die Bundesregierung die Abschiebung von Roma, Aschkali oder Ägyptern in einen von der ehemaligen UCK dominierten unabhängigen Kosovo aussetzen?

4. Was werden Sie tun, damit die Verantwortlichen für die rassistische Verfolgung und Vertreibung der Roma und der anderen nichtalbanischen Minderheiten vor dem Haager Tribunal zur Rechenschaft gezogen werden, insbesondere der derzeitige Regierungschef und Exterrorist Thaci?

Wir erwarten, dass die Bundesregierung den vertriebenen Roma Antworten auf diese Fragen gibt und dass sie sich in der EU und in der Kosovo-Kontaktgruppe für die hier genannten Rechte der Roma-Minderheit einsetzt und diese garantiert.”