Der Rückkehrprozess der Roma-Gemeinschaften ist blockiert durch ihre weiterhin prekäre Situation, aber auch durch die unterschiedlichen Ziele der Roma-Diaspora, der albanischen Bevölkerung Kosovos und der serbischen Politik. So hat der serbische Nationalrat die Kosovo-Serben ermutigt, auf die Roma in den Lagern Einfluss zu nehmen, dass diese sich einer Rückkehr widersetzen. Zwischen der Roma-Bevölkerung und den oft selbsternannten Roma-Führern existieren Differenzen darüber, wie die Bedingungen für eine Rückkehr auszusehen hätten. Die Budgets der Kosovo-Regierung für den Wiederaufbau diskriminieren die Roma klar. Serbische Rückkehrprojekte haben weitaus bessere Chancen einer Finanzierung als Roma-Projekte, für eine Unterstützung von Roma-Projekten stiessen internationale NGO’s auf nahezu kein Interesse.

25. Juli 2005

http://www.osar.ch/2005/07/26/kosovo_rae_050725_d