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Die Roma-Treffen in Norddeutschland sammeln Unterstützung für ihren neuen Appell „Für ein Leben in Sicherheit und Würde„, der am 02.12.2009 in Bremen an die Herbst-Konferenz der Minister und Senatoren des Inneren überreicht wird.
Zusammen mit dem Flüchtlingsrat Bremen haben die Treffen, koordiniert von Romane Aglonipe/Roma in Niedersachsen, Ende Oktober einen inhaltsgleichen Appell an die Bremer Bürgerschaft, den Landtag in Bremen gerichtet.
Weitere Informationen befinden sich auf der Webseite der Roma-Treffen.
28. Januar 2009 – Zehn Jahre nach dem Krieg werden Roma diskriminiert und mehr denn je aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Trotzdem planen europäische Regierungen die Abschiebung von Roma in den Kosovo.
Kosovo im Juni 1999: Der Krieg ist offiziell beendet. Doch im Anschluss an den Einsatz der Nato zerstören Albaner die Häuser der Roma. Straßenzüge, ganze Stadtteile sind geplündert, gebrandschatzt und niedergerissen worden. Vor und während des Krieges haben mehr als 235.000 Roma und Angehörige anderer Minderheiten durch Flucht oder Vertreibung ihren Wohnsitz verloren. Weitere 4.100 Angehörige von Minderheiten wurden vertrieben als im März 2004 eine neue Welle ethnisch motivierter Gewalt ausbrach. Etwa 23.000 Roma leben heute in Deutschland und haben hier einen Ort gefunden, der ihnen einen gewissen Schutz bietet – vorübergehend. Roma leben in Deutschland nur mit einer Duldung. Jetzt droht ihnen die Abschiebung in den Kosovo.
Bisher hatte die UN-Übergangsverwaltung des Kosovo (UNMIK) Abschiebungen von Roma und Serben in den Kosovo verhindert und die Abschiebung von Aschkali und Ägyptern nur nach eingehender Prüfung zugelassen. Im November 2008 hat die UNMIK die Zuständigkeit für Rückführungsfragen an die kosovarische Regierung abgegeben. Und diese ist zur Aufnahme der Vertriebenen bereit. Amnesty International befürchtet nun, dass im Jahr 2009 Zehntausende Roma unter Zwang aus Europa in den Kosovo zurückgeführt werden sollen und auch Deutschland mit den Abschiebungen beginnen wird.
Armut und Diskriminierung bestimmen den Alltag
Im Kosovo lebt neben der albanischen Mehrheit eine Reihe ethnischer Minderheiten. Die größte ist die der Serben. Außerdem sind Roma und die den Romagruppen zugerechneten Aschkali und Ägypter sowie Türken, Bosniaken und andere Minderheiten vertreten. Durch Krieg und Vertreibung leben sie heute getrennt in klar abgegrenzten Gebieten oder in Enklaven, also in einzelnen Dörfern, Vierteln oder Häuserkomplexen. Seit der Unabhängigkeitserklärung im Februar 2008 hat sich ihre Lage nicht verbessert. Armut und Diskriminierung gehören noch immer zum Alltag. Roma sind vom regulären Arbeitsmarkt faktisch ausgeschlossen, ihre Arbeitslosigkeit liegt bei nahezu 100%. Viele von ihnen leben in extremer Armut und müssen mit weniger als 1 US $ am Tag auskommen.
Schätzungsweise ein Drittel der Roma, Aschkali und Ägypter hat keine gültigen Ausweispapiere und muss dadurch befürchten als staatenlos betrachtet zu werden. Dies macht es ihnen unmöglich, ihren früheren Besitz zurück zu erlangen oder Zugang zu Bildungsangeboten zu erhalten. Mangelnde Bildungschancen wiederum erhalten den Kreislauf der Armut aufrecht.
Hinzu kommt der Ausschluss der Roma vom sozialen Sicherungssystem und von ärztlicher Behandlung. Selbst wenn sie registriert sind, sind viele Roma nicht einmal in der Lage, sich die Medikamente für die Grundversorgung zu leisten.
Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich die Lage der Roma in naher Zukunft verbessern wird. Zwar sichert die Verfassung für das unabhängige Kosovo den unterschiedlichen Volksgruppen ausdrücklich Minderheitenschutz zu. Dieser gilt bisher jedoch nur auf dem Papier. Auch ein Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung ist immer noch nicht mit der Umsetzung der Aktionspläne zur Integration von Roma, Aschkali und Ägyptern sowie zur Wiedereingliederung von Rückkehrern begonnen worden.
Mitmachen: Keine Abschiebung in das Kosovo!
Den Angehörigen der Roma kann in absehbarer Zeit keine Rückkehr in den Kosovo zugemutet werden. Amnesty International fordert die Innenminister und -senatoren der Bundesländer auf, Roma nicht in den Kosovo zurückzuschicken, sondern ihnen und anderen gefährdeten Menschen weiterhin Schutz zu gewähren. Werden Sie aktiv und fordern Sie einen sofortigen Abschiebungsstopp für Roma aus dem Kosovo.
Machen Sie mit! Schreiben Sie noch heute an den Vorsitzenden der Innenministerkonferenz oder an Bundesinnenminister Schäuble. Fordern Sie sie dazu auf, Roma aus dem Kosovo zu schützen und einen sofortigen Abschiebungsstopp zu erlassen.
La famille Bislimi est arrivée en France en 2006. Après trois déménagements dus à la précarité de leur situation et plusieurs demandes de régularisation (suite au rejet des demandes d’asile), Kenan, Mirusche et leurs quatre enfants Mirem, Skender, Avni et Haldimir sont arrivés sur le groupe scolaire Gaspard Monge le 4 septembre 2008. Les enfants ont besoin d’une stabilité pour continuer à progresser dans leurs apprentissages, ce qui est incompatible avec la menace permanente d’une expulsion vers le Kosovo qui pèse sur leur vie quotidienne.
Les Roms, après y avoir subi des persécutions de la part des Serbes et des Albanais, n’y ont aucun droit et aucune perspective d’avenir et cela d’autant plus avec la récente indépendance du Kosovo. D’autre part, nous avons appris que la mère de Kenan (Mirem, 47 ans) et ses frères et soeurs (Hetem, 22 ans, Roki, 19 ans, Mustapha, 16 ans et Sabrina, 9 ans !!!) sont actuellement à la rue depuis début septembre faute d’avoir été régularisés malgré des demandes faites en même temps que le reste de la famille. Cela rend la scolarisation de la jeune Sabrina à l’école des frères Chappe quasi-inexistante.
Nous demandons donc au préfet de la Loire, M. Christian Decharrière, la régularisation de l’ensemble de la famille Bislimi et le respect de la Convention internationale des droits de l’enfants.
Le comité de soutien, le 25 octobre 2008
Vous pouvez télécharger la pétition sur le site du Réseau Education sans Frontières.
